Verloren in Gedanken…

Ich kann nicht mehr.
Fühle mich einsam, allein und leer.

Und ich ziehe mich zurück.
Stück für Stück.

Will niemanden mehr sehen
und am liebsten nie wieder rausgehen.
Doch kann mich keiner verstehen.

Ich möchte mich verkriechen
in meinen vier Wänden
und manchmal am liebsten
mein Leben beenden.

Mein Interesse an sehr vielen Dingen habe ich verloren
und ich wünschte mir oft, ich wäre nie geboren.

Doch so einfach ist das alles nicht,
denn Leben ist auch ein Stück weit Pflicht!

Ginge es nach mir, wäre ich aber dennoch schon längst fort
an einem anderen, weit entfernten Ort.

Aber der Zeitpunkt des Freiseins ist noch nicht da
und ich muss weiterhin mit dem leben, was bisher geschah.

SVV, Depressionen und der Kampf mit dem Essen…
ich möchte diese ganzen letzten Jahre am liebsten vergessen.

Doch kann ich sie nicht so einfach aus meinem Leben streichen.
- Vielleicht sind sie sogar ein Zeichen?
Nur wäre das schwer für mich zu verstehen,
denn ich möchte andere Wege gehen!!

Außerdem könnte ich oft weinen – stundenlang
und mir selbst wehtun…
Es ist wie ein Zwang.
Denn Blut zu sehen tut
- so blöd es auch klingt –
oft einfach nur gut.

Und das (Fr)Essen und Kotzen
ist leider auch ein Teil meines Lebens
welchen ich schon oft versuchte zu bekämpfen
- allerdings vergebens.

Man!!! Ich darf mich doch eigentlich nicht beklagen!
Es gibt so viele Leute, denen es wirklich schlecht geht
und die viel weniger haben!
Dennoch bin ich immer und immer wieder am Verzagen.

Ich habe ANGST…
Angst vor heute und Angst vor morgen.
Warum kann ich nicht nach vorn blicken
ohne Sorgen?!
ANGST bestimmt zur Zeit meinen Alltag
- noch ein Grund mehr, weshalb ich nicht mehr mag.

Ich fühle mich überfordert,
überfordert mit dem Leben
und möchte am liebsten ein für alle Mal aufgeben.

Es macht doch alles keinen Sinn!!
Verdammt, warum bin ich SO, wie ich bin?!?

(c) blue-spirit 2007



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Wie gern würd ich schreien,
ganz lange und schrill,
doch ich sag nicht ein Wort,
bin wieder nur still.
Wie gern würd ich lachen,
ganz ohne Bedenken,
doch es fällt mir schon schwer,
Dir ein Lächeln zu schenken.
Wie gern würd ich lieben,
ohne das Denken an morgen,
doch ich kann nicht vergessen,
werd beherrscht von den Sorgen.
Ich würd Dir gern sagen,
wie sehr ich Dich mag,
daß Dein Lächeln mir Kraft gibt,
auch am dunkelsten Tag.
Doch ich werde nichts tun,
werde wieder nur schweigen,
denn ich hab nie gelernt,
meine Gefühle zu zeigen.

unbekannt


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> Ein Hilferuf in die Haut geritzt <


WARNUNG
Bevor du dich zum ersten Mal schneidest, bedenke.
Du wirst es genießen.
Du wirst den Schmerz und das Blut erlösend finden.
Obwohl du denkst,
du kannst nur ein paar flache Schnitte machen,
die leicht heilen...
sie werden tiefer werden. Sie werden zu Narben.
Sie werden einige Monate brauchen, um zu heilen.
Und die Narben einige Jahre, um zu verblassen.
Wenn du denkst, du könntest das Cutten auf ein Körperteil
beschränken dann denk darüber nach, was passiert,
wenn dort kein Platz mehr ist.
Bereite dich darauf vor,
dich von Anderen zurückzuziehen und dich in einem konstanten
Stadium der Scham zu befinden.
Selbst, wenn du die ehrlichste Person bist...
du wirst die, die du liebst, belügen.
Du wirst vor deinen Freunden zusammenzucken,
sobald sie dich berühren als wären ihre Hände in Gift getränkt.
Du wirst furchtbare Angst haben,
dass sie durch die Kleidung etwas fühlen könnten oder es wird
schrecklich weh tun, angefasst zu werden.
Sei darauf vorbereitet, so sehr die Kontrolle zu verlieren,
dass du den nächsten Schnitt fürchtest,
da du nicht weißt, wie schlimm er sein wird.
Warte nur, bis aus 10 Schnitten 100 Schnitte werden...
dein Leben wird sich nur ums Cutten drehen, und darum,
das Cutten zu verbergen. Und warte nur,
bis du zum ersten Mal „zu tief“ schneidest.
Und du wirst durchdrehen weil das Blut nicht aufhören wird zu
fließen...und du siehst deine Haut aufklaffen...
und du fühlst, wie du am ganzen Körper zitterst.
Du bekommst eine Panikattacke und furchtbare Angst, aber du
kannst es niemandem sagen.
Also sitzt du da und betest, dass es ok ist und du schwörst,
dass du nie wieder so weit gehst...
aber das wirst du tun.
Und noch weiter. Mach dir keine Sorgen.
Du wirst dich um deine Schnitte kümmern,
so dass du tiefer und tiefer gehen kannst,
ohne ins Krankenhaus zu müssen.
Und je besser du die Schnitte versorgst umso tiefer werden sie werden.
Du wirst dich selbst belügen und dich vor dir selbst rechtfertigen,
wenn du dich dabei erwischst, 20, 30 oder 50 Euro für
Medikamente und Verbände auszugeben.
Du wirst deinen Herzschlag jedes Mal spüren,
wenn du an der Reihe bist, zu sagen,
was du brauchst... Klammerpflaster... 3 oder 4 verschiedene Verbände... Wundheilsalbe...
entzündungshemmende Creme... Pflaster... Salben zum Reduzieren der Narbenbildung...
Du wirst deine Einkäufe schnell einpacken und hoffen,
die Schlange löse sich ein in Luft auf
und niemand starre dich an und wundere sich,
wofür du das alles brauchst. Und gleichzeitig
hoffst du, dass es jemand bemerkt... jemand,
der in der Schlange steht und ebenfalls diese
Dinge braucht... jemand, der dich versteht.
Aber natürlich wird dies niemals geschehen.
Medizinische Dinge werden nicht die einzigen sein,
für die du dein Geld ausgibst.
Sei darauf vorbereitet, neue Kleidung zu kaufen.
Langärmelige Shirts, Armbänder, Schweißbänder... Stiefel... Stulpen...
die Liste wird immer länger.
Du wirst anfangen, alle anders anzusehen...
ihre Körper nach irgendeinem Anzeichen der Selbstverletzung
absuchen...
hoffen, jemanden zu finden, der so ist wie du...
um dich nicht so schrecklich allein zu fühlen.
Du wirst sogar daran denken,
während deine Augen ihre Handgelenke absuchen...
hoffen, einfach hoffen, dass sie sind wie du...
aber das sind sie nicht.
Du siehst ihre sauberen Arme
und wirst dich schämen und allein fühlen.
Du wirst anfangen, eine Menge Dinge allein zu tun.
Du wirst deine Kleidung auf Blutflecken absuchen müssen
und sie auswaschen bevor sie jemand bemerkt.
Und du wirst immer das Blut beseitigen...
Du wirst nicht fähig sein,
einen einzigen Tag ohne das Schneiden durchzustehen...
das nächste, was du tust, ist, dass du in einer öffentlichen
Toilette den Schorf mit einer Nadel aus deinem Notfallpaket aufkratzt...
wenn es wirklich extrem wird,
wird alles ein Werkzeug zur Selbstverletzung sein...
Scheren... ein Autoschlüssel... eine Nadel...
eine Büroklammer... sogar ein Stift.
Es ist egal,
was es ist... wenn du dich dringend verletzen musst,
wirst du etwas finden.
Sag „auf Wiedersehen“ zu den Dingen,
die du für selbstverständlich gehalten hast.
Wie kurze Hosen tragen oder Sandalen...
Fußpflegeprodukte...oder ärmellose Oberteile.
Ein normaler Sommertag am Strand oder im Schwimmbad wird für
dich eine längst vergessene Erinnerung sein.
Und dann wird deine Haut anfangen zu jucken.
So sehr jucken und jucken... „
so sehr, dass du aussehen wirst,
als hättest du Flöhe oder eine Hautkrankheit.“...
Du wirst ein Experte deines Körpers werden
und du wirst ihn vorsichtig zerstören.
Du wirst vom Schneiden träumen...
du wirst davon träumen, bloßgestellt zu werden.
Es wird dich Tag und Nacht verfolgen und dein Leben steuern.
Du wirst dir wünschen,
den ersten Schnitt nie gemacht zu haben
weil du mittlerweile das Schneiden absolut HASST...
zur gleichen Zeit kannst du ohne es nicht leben.

unbekannt



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